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Gedanken zum Vorbild

Eine Geschichte zum Thema Vorbild

Man kann sich selbst zwar in seinem Verhalten an Vorbildern messen, aber wer Vorbilder zum Maßstab des Wertes seines eigenen Ichs macht, wird sich selbst verlieren.

Es war einmal eine Schnur. Schlank, bunt und von einer gewissen Länge. Sie war alles, was man von einer Schnur erwarten konnte. Sie eignete sich zum Schuhe binden, konnte ein Paket verschnüren und erfüllte alle Anforderungen, die man eine Schnur stellen konnte. Manchmal schlang sie Knoten um sich selbst, die sie aber immer aus eigener Kraft löste.
Anders verhielt es sich mit Knoten, die von ihrer Umwelt in sie geschlungen wurden.
Diese Knoten waren schwerer zu lösen. Je mehr sie versuchte, diese Knoten abzustreifen, umso stärker nahmen sie von ihr Besitz.
Ein besonders fester Knoten war der Vorbildknoten.
Nehme dir ein Beispiel ……..
Du bist nur eine Schnur, werde wie ……….., dann bist du etwas wert.
So verlor sie nach und nach ihre Identität. Sie konnte keine Schuhe mehr binden und auch die anderen Aufgaben, welche sie so wertvoll gemacht hatten, verloren ihren Wert für sie.
Auf der Suche nach einer Möglichkeit, diesen Knoten aufzulösen begegnete Sie einem Maßband.
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Das ist ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft, dachte sie. Es zeigt den anderen wo es lang geht und wie groß sie sind. Ich möchte werden wie dieses Maßband.
Also sprach sie das Maßband an: „Ich möchte werden wie du, was muss ich tun!“
„Nun, zunächst musst du wissen wie groß du bist. Ich kann es dir sagen.“
Also verglichen sie sich miteinander. „Du bist 150 cm. lang, da musst du dich aber noch anstrengen, um meine Größe von 200 cm zu erreichen.“
Diese Überheblichkeit des Maßbandes, führte dazu, dass die Schnur erkannte, dass niemals die Größe der anderen zählt , sondern nur die eigene Größe.
"Ich bin eine Schnur, bin 150 cm lang, kann Schuhe binden, Pakete schnüren und damit etwas, was das Maßband nie können wird. Ich bin eben anders, und das ist gut so und ich möchte es bleiben."


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