Sie sind hier: Übergewicht ein Schutzmechanismus?  

ÜBERLEBENSTRATEGIE DIE URSACHE FÜR ÜBERGEWICHT?
 




 



 

Lernen Sie das weiße Fett kennen. Das weiße Fett - eine Mülldeponie, die Ihnen hilft zu überleben??
Es gibt einen Mechanismus der Energie für längere Notzeiten einlagert. Damit sage ich Ihnen nichts Neues. Sie wissen auch, dass Ihr Körper dies in Form von Fett macht, welches er in speziellen Fettzellen einlagert. Aber wissen Sie auch, dass es zwei verschiedene Formen von Fettzellen gibt?

Das „braune Fett“.
Es gibt einen Mechanismus der Energie für längere Notzeiten einlagert. Damit sage ich Ihnen nichts Neues. Sie wissen auch, dass Ihr Körper dies in Form von Fett macht, welches er in speziellen Fettzellen einlagert. Aber wissen Sie auch, dass es zwei verschiedene Formen von Fettzellen gibt?
Heute möchte ich Ihnen das braune Fett vorstellen. Das dieses Fett bräunlich erscheint, liegt daran, dass es noch reichlich mit Blutgefäßen durchzogen ist.

So kennen wir das „braune Fett“, welches Energie speichert, die schnell wieder zu Verfügung gestellt werden kann. Zum Beispiel um unsere Körpertemperatur immer konstant zu halten. Hätten wir dieses Fett nicht, würden wir bei kurzfristigem Energiemangel (Nahrungsmangel) innerlich erfrieren. Als Warmblütler müssen wir ja unsere Betriebstemperatur selbst erzeugen.
Dieses Fett ist also notwendig und, zwar in unterschiedlicher Dicke, in jedem Menschen vorhanden
Allerdings ist diese Kapazität begrenzt. Falls diese Speicher gefüllt sind, hat der Körper die Möglichkeit über eine Temperaturerhöhung, die dann noch vorhandene überschüssige Energie abzubauen. „Der schwitzt vom Essen und nicht von der Arbeit“. Kennen Sie diesen Spruch? Nun kennen Sie auch den Wahrheitsgehalt dieser Aussage.
Sie schwitzen nicht? Zumindest nicht nach einer üppigen Mahlzeit?
Man geht davon aus, dass bei Übergewichtigen dieser Regelmechanismus gestört ist und deshalb die überschüssige Energie gleich in eine andere Form von Fett umgewandelt wird.
Ist dieser Regelmechanismus aber wirklich gestört?
Betrachten wir diesen Mechanismus mal von der logischen Seite.
Sie sind übergewichtig. In ihrem gesamten Unterhautzellgewebe befindet sich eine mehr oder weniger dicke Fettschicht.
Fett wirkt auch als Isolierschicht. Der Wal und andere vorwiegend im Wasser lebende Säugetiere (Warmblüter) besitzen deshalb eine dicke Fettschicht. Sie schützt vor Wärmeverlust im Wasser. Nehmen wir einmal an, ihr Körper würde die überschüssige Energie in Wärme umwandeln.
Diese Wärme könnten Sie gar nicht an Ihre Umwelt abgeben, Ihre Fettschicht verhindert dies.
Die Folge davon wäre, Ihr Körper würde überhitzen. Da Ihr Organismus ja ein Regelsystem hat, welches die Temperatur in engen Grenzen regelt, wird dieses System also den Energieverbrauch über die Wärmeproduktion verhindern.
Wenn Sie erst abgenommen haben, wird auch dieser Regelmechanismus wieder wirksam werden. Dies ist ja auch mit einer der Gründe, dass Sie später Ihr Normalgewicht halten werden.
Wenn der Körper also einen weiterhin bestehenden Energieüberschuss, nicht über eine Wärmeproduktion loswerden kann, welche Möglichkeiten hat er dann?
Es gibt einen Mechanismus der Sie vor Schäden, durch ein Überangebot von Energie schützt.
Dies ist das weiße Fett.
Das weiße Fett gehört zum Bindegewebe. Es dient auch als Polsterfett und zur Isolierung vor Wärmeverlust. Es ist aber auch die Sorte Fett, die für das Übergewicht verantwortlich ist. Leider ist das darin gelagerte Fett ziemlich widerspenstig, wenn es darum geht es abzubauen. So ist bekannt, dass erst nach einer sechswöchigen Nulldiät der Körper beginnt, dieses Fett abzubauen.
Jetzt wissen Sie auch, warum kurzzeitiges Fasten zur Gewichtsreduktion sinnlos ist. Während einer Fastenperiode von ein – zwei Wochen wird neben der Energie aus dem braunen Fett vorwiegend Eiweiß abgebaut.
Das weiße Fett kann aber auch, ohne lange zu fasten verschwinden. Man kann davon ausgehen, dass das weiße Fett eine Art Mülldeponie für nicht benötigte Energie darstellt. Falls über eine ausgewogene Energiebilanz diese Deponie nicht mehr benötigt wird, baut sie Ihr Körper nach und nach ab. Dies ist auch der Grund, warum nur langsamer und stetiger Gewichtsverlust einen Langzeiterfolg verspricht.
Während meiner Ausbildung zum Heilpraktiker hatte ich auch die Möglichkeit, in der Anatomie der Universität Gießen, an Präparaten den menschlichen Körper kennen zu lernen.
Ein Präparat betraf einen übergewichtigen Mann. Die Bauchhöhle war geöffnet. Leber, Milz, Magen befanden sich noch an ihrem Angestammten Ort.
Die Eingeweide waren entfernt. Natürlich sah man auch die Zentimeterdicke Fettschicht über der Bauchmuskulatur. Was allerdings mein besonderes Interesse hervorrief, waren gelbe Zellen die in der oberen Bauchhöhle hingen. Sie sahen tatsächlich aus wie Weintrauben. Meine entsprechende Frage, ob es sich um Fettzellen handelt, wurde bejaht. Erstaunlich war weiterhin, dass die Blutgefäße keinerlei Ablagerungen zeigten.
Diese Fetttrauben konnten keinesfalls Energiespeicher sein.
Es war dieses Erlebnis in der Anatomie welches meine These, dass es sich bei dieser Art von weißem Fettgewebe nicht um Energiespeicher handeln kann begründete. Es muss eine andere Aufgabe sein, die es zu erfüllen hat.
Da ich als Heilpraktiker ja gelernt habe ganzheitlich zu denken und nicht nur einzelne Organe, nach einer einzigen Funktion zu beurteilen, wurde mir bewusst, dass es sich bei dieser Form von Fett, nur um eine „Mülldeponie“ handeln konnte. Wenn wir berücksichtigen, dass unser Körper streng nach logischen Gesichtspunkten funktioniert, dann muss meine These richtig sein. Im Folgenden versuche ich diese zu begründen.
Wir wissen, dass das Übergewicht die Folge einer nicht ausgewogenen Energiebilanz ist.
Welche Möglichkeiten hat der Körper mit dem Überschuss an Energie fertig zu werden?
Er kann sie speichern. Dies tut er ja auch in der Leber und in der Muskelzelle als Glucose. Besteht immer noch ein Überschuss speichert er diesen in Form von Fett im braunen Fettgewebe.
Nehmen wir an, diese Speichermöglichkeiten sind erschöpft, die Speicher sind voll.
Aber immer noch besteht ein Überangebot, schlimmer noch, durch fettreiche Ernährung sind auch noch Fette zu speichern. Frei im System kann er diese Fette nicht kreisen lassen. Sie würden das empfindliche Gleichgewicht der Lymphe stören.
Es ist ja diese Lymphe, die unsere Zellen versorgt und auch entsorgt. Stellen Sie sich vor, diese Lymphe würde voller Fetttröpfchen sein. Dieses Fett würde sich als Schicht über die Membranen der einzelnen Zellen legen. Damit wäre eine Zellversorgung z.B. mit Sauerstoff nicht mehr möglich. Die Zellen würden absterben und mit ihnen der Mensch. Was kann Ihr Körper also tun um dies zu verhindern. Er muss eine Möglichkeit schaffen, dieses Fett aus dem Kreislauf zu entfernen. Dies tut er auch und zwar in den weißen Fettzellen. In diesen Zellen speichert er nun die überschüssige Energie. Logisch? Ich denke ja.
Nun brennt Ihnen sicher die Frage unter den Nägeln, wie Ihr Körper und damit Sie diese Fettspeicher wieder loswerden kann. Allgemein wird ja angenommen, dass diese Fettspeicher durch Fasten oder eine längere Diät geleert werden könnten. Ihr Körper wird also das gelagerte Fett abbauen und zu verwertbarer Energie umwandeln. Dies tut er sicher auch. Die Frage ist allerdings, ob dafür Diäten oder Fastenkuren unbedingt notwendig bzw. geeignet sind.
Um diese Frage zu beantworten machen wir einen Ausflug in die Mathematik.
Nehmen wir als Beispiel Gertrud. (Gertrud und Ihre Freunde helfen Ihnen im Kilokill-Programm Zusammenhänge zu verstehen) Gertrud hat 30 Kilogramm Übergewicht. Ziehen wir davon 5 Kilogramm für in den Fettzellen gespeichertes Wasser ab. Bleiben 25 Kilogramm Fett.
Wir wissen, dass 1 Gramm Fett einen Brennwert von ca. 9 Kcal. hat.
20 Kilo Fett sind 20 000 Gramm x 9 Kcal. sind 180 000 Kcal.
Nehmen wir weiter an Sie würde eine Fastenkur durchführen. Ihr Energiebedarf beträgt ca. 2900 Kcal./Tag. Rechnen wir wie lange Gertrud fasten müsste, bis ihr weißes Fettgewebe verschwunden ist. 180 000 Kcal. : 2900 Kcal. = 62 Tage vorausgesetzt, sie nimmt nicht eine Kalorie über Gemüsesaft oder Fruchtsaftgetränke zu sich. Zu diesen 62 Tagen müssen wir dann noch 42 Tage hinzurechnen, da ja erst nach 6wöchiger Fastenzeit der Körper auf diese Fettspeicher zugreift. Insgesamt müsste Gertrud also 104 Tage fasten. Das sind 3 ½ Monate. Berücksichtigen wir noch, dass mit schwindendem Gewicht auch der tägliche Kalorienbedarf sinkt, kommen wir spielend auf eine Fastenzeit von 4 Monaten. Dies ist unmöglich. Also Fasten ist kein Weg.
Gertrud hat diese Rechnung auch aufgestellt und entschließt sich für eine Diät. Sie will jetzt nur noch 1500 Kcal./Tag zuführen. Sie holt sich die zusätzlich notwendige Energie von 1400 Kcal. aus den Fettspeichern.
Rechnen wir noch einmal. 180 000 Kcal. : 1400 Kcal. = 128 Tage. Aber auch hier gilt, dass sich ihr Körper erst aus dem braunen Fettgewebe und dem Eiweiß bedient. Deshalb nimmt sie ja auch in den ersten 4-6 Wochen deutlich ab. Also rechnen wir die 42 Tage noch hinzu so sind es ca. 170 Tage Diät. Berücksichtigen wir auch hier noch, dass mit schwindendem Gewicht auch der tägliche Kalorienbedarf sinkt, können leicht 200 Tage also fast 7 Monate Diät herauskommen.
Ich denke, mit diesem Beispiel erkennen Sie jetzt auch die Sinnlosigkeit jeder Diät, die Ihnen vorgaukelt innerhalb weniger Wochen Ihr Gewichtsproblem zu lösen.
„Schön und gut, diese Rechenbeispiele mögen ja interessant sein, aber wie werde ich denn nun meine Fettspeicher los?“
Nun, einfach über indem Sie für eine ausgeglichene Energiebilanz sorgen. Dies ist ja auch das Ziel unserer hier veröffentlichten Abnehmtipps.
„Aber wenn ich nicht faste und keine Diät mache, nur soviel Kalorien zu mir nehme wie ich verbrauche, wird doch keine zusätzliche Energie benötigt. Bleibt dann nicht das Fett in den Fettzellen?“
Denken wir wieder logisch. Unser Körper arbeitet streng nach wirtschaftlichen Gesetzen. Das heißt, was nicht benötigt wird baut er ab. „So?“ Denken Sie an einen Knochenbruch, Ihr Bein liegt ruhig gestellt im Gipsverband. Nach mehreren Wochen wird der Gips entfernt. Am Bein erkennen Sie einen deutlichen Muskelschwund. Ihr Körper hat das Bein während dieser Zeit nicht benutzt und Muskelmasse(?) abgebaut. Die gleiche Problematik wird bei der Osteoporose vermutet. Ältere Menschen bewegen sich weniger, die Knochen werden weniger belastet, also wird Knochenmaterial abgebaut. Sicher, auch andere Ursachen kommen noch in Frage. Aber Untersuchungen zeigen, dass körperlich aktive Menschen weniger unter Osteoporose leiden.
Zurück zum weißen Fett. Wenn Ihre Energiebilanz ausgeglichen ist, benötigt Ihr Körper diese „Mülldeponie“ nicht mehr. Er wird sie dann nach und nach restlos abbauen. Zugegeben, es wird möglicherweise etwas länger dauern, als mit einer viermonatigen Fastenkur. Nur, mit einer Diät oder Fastenkur leeren Sie zwar die Fettzellen, aber sie verschwinden nicht. Hungrig lauern sie auf jede überschüssige Energie um sich wieder zu füllen. Dass dies eine Tatsache ist, haben Sie selbst schon erlebt. Nach jeder Diät haben Sie innerhalb kurzer Zeit wieder Ihr Ausgangsgewicht erreicht.
Dass über eine ausgewogene Energiebilanz auf Dauer auch diese Speicherzellen abgebaut werden, beweisen ehemals Übergewichtige, die Ihr Normalgewicht für immer halten.
Dabei haben sie sicher auch alle Abnehmtips die sie im Laufe der Abnehmzeit gelesen und ausgeführt haben weiterin beibehalten.
Lesen Sie dazu auch >>> Schlank werden und bleiben!

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